gruene.at
Navigation:
am 8. Oktober

100 Jahre Volksabstimmung: Endlich Verantwortung für die gedeihliche Entwicklung der slowenischen Volksgruppe in Kärnten übernehemen.

Olga Voglauer - Neben dem österreichischen Bundespräsidenten, Alexander Van der Bellen, wird mit Borut Pahor erstmals ein slowenischer Staatspräsident an den Feierlichkeiten teilnehmen.

Teilnahme der Staatsoberhäupter Österreichs und Sloweniens ist wichtiges Signal.
Klagenfurt – „Die gemeinsame Teilnahme der Staatsoberhäupter Österreichs und Sloweniens dieses Jahr interpretiere ich als ein Zeichen der Verständigung und Versöhnung in Kärnten. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Feierlichkeiten rund um den 10. Oktober in der Vergangenheit oftmals unverhohlen als Plattform für die Hetze gegen die slowenische Volksgruppe missbraucht wurden. Die Teilnahme der Staatsoberhäupter bezeugt dabei ein längst überfälliges Umdenken. Sie ist auch Ausdruck der guten nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Slowenien in einem geeinten Europa,“ erklärt Olga Voglauer, Landessprecherin der Grünen Kärnten.

Erstmals slowenischer Staatpräsident bei Feierlichkeiten.
Neben dem österreichischen Bundespräsidenten, Alexander Van der Bellen, wird mit Borut Pahor erstmals ein slowenischer Staatspräsident an den Feierlichkeiten teilnehmen. „Vor 100 Jahren haben auch viele Kärntner Slowen*innen in Unterkärnten für den Verbleib bei Österreich gestimmt. Dennoch: die damals gemachte Zusicherungen, dass die slowenische Volksgruppe ihre Sprache und Kultur erhalten können wird, stellten sich als leere Versprechen heraus.“
Statt der versprochenen Förderung der slowenischen Volksgruppe sowie ihrer Sprache und Kultur folgte nach 1920 eine jahrzehntelange Politik der Assimilation. „Bis heute sind viele völkerrechtliche Verpflichtungen nicht zur Gänze umgesetzt,“ erklärt Voglauer und mahnt dabei einen verantwortungsvollen Umgang mit der slowenischen Volksgruppe sowie
die verfassungsrechtliche Verankerung des Slowenischen als gleichberechtigte zweite Landessprache ein.​