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am 26. August

Beton statt Baum schafft neue Probleme.

Olga Voglauer - „Hier müssen Lösungen her! Überall sieht man, was Bodenversiegelung anrichtet, welche Hitzezonen hier geschaffen werden. Trotzdem steht die Politik konzeptlos da“, staunt Voglauer. Die Bodenversiegelung schaffe zusehends Probleme, führt Voglauer aus. Im Klagenfurter Stadtteil Waidmannsdorf sehe man das seit Jahren: „Bei jedem größeren Regen stehen hier Keller unter Wasser“, so Voglauer.

Baum Opfer des Betons.

​Klagenfurt – „Schon wieder musste ein alter Baum fallen. Diese Woche wurde eine rund 150 Jahre alte Linde in Töschling, Gemeinde Techelsberg, gefällt. Sie musste einem Parkplatz weichen. Der Lebensmittelhandel breitet sich weiter auf der grünen Wiese aus. Warum kann man bei solchen Bauaktivitäten die Bäume nicht erhalten?“ fragt sich Olga Voglauer, Landessprecherin der Grünen Kärnten. Bäume erfüllen auch im besiedelten Gebiet eine Vielzahl von Zwecken. Sie reduzieren städtische Hitzepole, sind Feinstaubfänger, sind Heim- und Niststätte für viele Nützlinge, regulieren den Feuchtigkeitsgehalt der Luft und – sie wirken schalldämmend.

​Ganz Kärnten vom Parkplatzwildwuchs betroffen.

​„Leider wird ja nicht nur am Techelsberg die Natur zubetoniert. Auch in Irschen stimmten 17 von 19 Gemeinderäten vor nicht allzu langer Zeit der Umwidmung von 2000 Quadratmetern Parkfläche östlich des Gröfelhofer Wirts zu. Damit stimmten sie für die Ansiedelung eines Lebensmittelmarktes an der B 100 Drautalstraße – und nicht nur die Natur, auch die Ortskerne sterben“, ärgert sich Voglauer. „Diesem Wildwuchs muss endlich ein Konzept für ganz Kärnten entgegengestellt werden. Man sollte schon bedenken, welche Folgen diese Handlungen haben, bevor man immer schreit, das schaffe Arbeitsplätze. Das ist zu kurz gedacht. Etwa 1,6 Hektar werden pro Tag in Kärnten verbaut. Das sind fast 6 km2 im Jahr – das ist einfach viel zu viel“, sagt Voglauer​

Beton statt Baum kann nicht die Lösung sein.

„Hier müssen Lösungen her! Überall sieht man, was Bodenversiegelung anrichtet, welche Hitzezonen hier geschaffen werden. Trotzdem steht die Politik konzeptlos da“, staunt Voglauer. Die Bodenversiegelung schaffe zusehends Probleme, führt Voglauer aus. Im Klagenfurter Stadtteil Waidmannsdorf sehe man das seit Jahren: „Bei jedem größeren Regen stehen hier Keller unter Wasser“, so Voglauer, die auch gespannt ist, welche Folgen für Natur und Menschen der Megabau eines Möbelhändlers in Wolfsberg haben wird. Bekanntlich hat der Möbelriese einen Neubau auf die grüne Wiese vor der Stadt gestellt.
„Hier gestalten wir die Zukunft unserer Kinder. Die Grünen Kärnten treten dafür ein, diesen Versiegelungsirrsinn zu stoppen – das sind wir den nachfolgenden Generationen, aber auch uns selbst und der Umwelt schuldig. Die Bodenversiegelung bleibt nicht folgenlos“, so Voglauer.​

Zahlen und Fakten
• Die verbaute Fläche pro Person in Kärnten: 362 m² (Österreich-Schnitt: 266 m²)
Österreich ist mit einer Verkaufsfläche im Einzelhandel von 1,67 m² pro Person Spitzenreiter in Europa. In Kärnten sind es 1,99 m² - das ist die Spitze aller Bundesländer.
Versiegelte Fläche in Kärnten: 39 Prozent des gesamten in Anspruch genommenen Bodens.​

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen Kärnten

Mag. Katrin Waldner

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

0664/831 75 34

katrin.waldner@gruene.at​