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am 8. Juni

It’s my life mit Glyphosat – geht’s noch?

Olga Voglauer - Vergiftung des Gailtals verhindern. „Hier wird nicht nur die Umwelt, sondern auch der Ruf der Region nachhaltig geschädigt. Da sehe ich auch ganz klar Umweltlandesrätin Sara Schaar am Zug“, fordert Voglauer ein Einschreiten des Landes, um eine Vergiftung des Bodens zu verhindern.

»Glyphosat hat in einer Slow-Food-Region nichts verloren«
Klagenfurt – „Einerseits soll Kärnten – vor allem auf Grund Grüner Vorarbeit – ein Glyphosat-freies Vorzeige-Bundesland werden. Andererseits soll jetzt ein Gift-Zug durchs Gailtal rollen und das noch diese Woche! Da frag ich mich schon: Geht’s noch? Ist das die neue Auslegung von ‚It’s my life‘ mit dem die Kärnten Werbung unser Bundesland vermarktet?“, ist Olga Voglauer, Landessprecherin der Grünen in Kärnten und Nationalratsabgeordnete empört. Und als ob die Tatsache, dass überhaupt Glyphosat zum Einsatz kommt, nicht schon fürchterlich genug wäre – Nein! Ausgerechnet in der Slow-Food-Vorzeigeregion Gailtal, wo in jahrelanger Arbeit ein nachhaltiges Konzept für die heimische Wirtschaft aufgebaut wurde, soll das Gift verspritzt werden.​

Vergiftung des Gailtals verhindern.

​Hier wird nicht nur die Umwelt, sondern auch der Ruf der Region nachhaltig geschädigt. Da sehe ich auch ganz klar Umweltlandesrätin Sara Schaar am Zug“, fordert Voglauer ein Einschreiten des Landes, um eine Vergiftung des Bodens zu verhindern. „Sollte das Gift verspritzt werden, schädigt das die gesamte Region nachhaltig. Das vernichtet nicht nur das Unkraut entlang der ehemaligen Bahntrasse, sondern auch den Ruf des Gailtals als Vorbild für nachhaltigen Tourismus.“
Dass der Einsatz Glyphosat legal sei, ändere nichts an der Ungeheuerlichkeit. „Auch wenn für das Gailtal für dieses Jahr im schlimmsten Fall der Zug schon abgefahren ist: Das Kärntner Pflanzenschutzmittelgesetz 2019 muss nachgeschärft werden und ich fordere hier volle Transparenz“, sagt Voglauer in Richtung Schaar.​

Eisenbahnerkuh wäre eine Lösung.

​Gerade wenn es dem Verein Gailtalbahn um eine Stärkung der Region gehe, sei der Einsatz von Pestiziden, die noch dazu in Verdacht stehen, Krebs zu erregen, ganz sicher nicht das Mittel der Wahl. „Es gibt auch andere Möglichkeiten, Unkraut zu beseitigen. Da braucht es nicht immer die Giftkeule. Dass es hier keine Alternativen gebe, ist Humbug. Die ÖBB hier als Ausrede zu verwenden, ist nicht in Ordnung, schließlich wird dort daran gearbeitet, den Glyphosat-Einsatz an den Schienen zu reduzieren. Für so kurze Strecken wie jene, die hier genutzt werden soll, würde sich im Sinne der Nachhaltigkeit auch eine Eisenbahnerkuh eignen“, so Voglauer.​​

Früher wurden Ziegen zur Entfernung des Unkrauts an den Gleisen eingesetzt und als Eisenbahnerkühe bezeichnet. „Das wäre eine zusätzliche Attraktion, die touristisch genutzt werden könnte“, ist Voglauer überzeugt.​

Rückfragen & Kontakt:

​Die Grünen Kärnten

Mag. Katrin Waldner

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

0664/831 75 34

katrin.waldner@gruene.at

http://kaernten.gruene.at​