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am 25. Mai

Ausverkauf am Klopeiner See stoppen.

Olga Voglauer - „Ich spreche mich ganz klar gegen eine weitere Seenverbauung aus! Außerdem erwarte ich mir hier Stellungnahmen der zuständigen Stellen des Landes, vor allem bei Umwelt und Gewässerökologie, Raumordnung und Gemeindeplanung.

Initiative von Kaiser ​»Warum verkauft die Gemeinde St. Kanzian Seegrundstücke?«

Klagenfurt – „Einerseits hat es sich die Landesregierung – allen voran Landeshauptmann Peter Kaiser – auf die Fahnen geschrieben, freie Seezugänge zu sichern(1). Andererseits wollen rote Bürgermeister im Gemeindebesitz befindliche Seegrundstücke an private Investoren verkaufen. In St. Kanzian gibt es sogar schon konkrete Pläne(2). Wie kann das sein? Da passt etwas nicht zusammen“, sagt Olga Voglauer, Landessprecherin der Grünen Kärnten und Nationalratsabgeordnete.

See in Gefahr.

Konkret geht es um ein Grundstück am Klopeiner See, das sich im Eigentum der Gemeinde befindet. Die Grünen Kärnten haben erfahren, dass dieser Grund an ein Unternehmen verkauft werden soll, um einen exklusiven Privatstrand zu schaffen. „Abgesehen davon, dass nicht klar ist, wo diese ganzen zusätzlichen Seebesucher parken sollen, sehe ich auch Gefahr für den See. Schon jetzt hat er nur ein fragiles Gleichgewicht und muss durch künstliche Hilfe vor dem Kippen bewahrt werden. Wer weiß, ob der See einer weiteren Belastung standhält? Wohin soll ein weiterer Verkauf führen? Was kann es hier für wirtschaftliche Gründe geben?“, fragt sich Voglauer.

Das Land muss Stellung beziehen.

„Ich spreche mich ganz klar gegen eine weitere Seenverbauung aus! Außerdem erwarte ich mir hier Stellungnahmen der zuständigen Stellen des Landes, vor allem bei Umwelt und Gewässerökologie, Raumordnung und Gemeindeplanung. Gab es hier die entsprechenden Gemeinderatsbeschlüsse? Gab es eine öffentliche Ausschreibung? Wer sind die Bestbieter? Wie hoch ist der Kaufpreis? Wie wurde er ermittelt? Entspricht er dem Marktwert? Gibt es Nebenabsprachen?

Welche Bedingungen liegen der Ausschreibung zu Grunde? Dürfen Zweitwohnsitze errichtet werden? Bleibt ein freier Seezugang? Wie wurde ausgeschrieben? Gibt es ein Entwicklungskonzept? Hat die Gemeinde eine Bedarfsplanung? Gibt es eine Variantenuntersuchung, eine Machbarkeitsanalyse? Kann sie auf fundierter Grundlage sagen, dass es wirtschaftlicher und nachhaltiger ist, das Grundstück zu verkaufen anstatt selbst weiterzuentwickeln und zudem einen öffentlichen Seezugang zu sichern? Und vor allem: Was sagt Landeshauptmann Kaiser dazu? Was sagen der zuständige Gemeindereferent Landesrat Daniel Fellner und Umweltreferentin Sara Schaar? Weiß das Land davon? Hier gibt es viel zu viele offene Fragen. Die SPÖ erzählt uns, dass sie weitere freie Seezugänge gemeinsam mit den Gemeinden schaffen will. Stattdessen werden Gemeindegrundstücke mit Seezugang von SPÖ-Bürgermeistern verkauft!“

Nachhaltiger Tourismus fällt nicht vom Himmel.

Die SPÖ solle endlich ins Tun kommen, nicht nur Schönwetterreden halten und Grüne Konzepte als die eigenen verkaufen. „Sanfter und umweltfreundlicher Tourismus ist die Zukunft, das scheinen einige noch nicht verstehen zu können. Dabei sehen wir ja beim Weißensee wie gut dieses Konzept funktioniert. Aber nachhaltiger Tourismus funktioniert nicht von allein. Dafür muss etwas getan werden – und das ist sicher nicht der Ausverkauf von unbebauten Seegrundstücken“, so Voglauer.


(1) Initiative von LH Kaiser

(2) Immo-Projekt


Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen Kärnten

Mag. Katrin Waldner

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

0664/831 75 34

katrin.waldner@gruene.at http://kaernten.gruene.​